Zwei Stunden vor dem Schlafen Helligkeit reduzieren, warme Töne bevorzugen, Bildschirme absenken. Das signalisiert Melatonin: jetzt wird es sanft. Zusätzlich Augenmuskeln kurz massieren, Stirn glätten, Kiefer lösen. Ein langsamer Spaziergang auf dem Flur oder Balkon hilft, Tagschwingung abzuschütteln. Dieser einfache Rahmen macht es leichter, später wirklich zur Ruhe zu kommen, ohne das Gefühl, noch etwas leisten zu müssen oder Nachrichten aufzunehmen.
Schreiben Sie drei kurze Sätze: Was war heute freundlich, wofür sagt Ihr Körper danke, was darf morgen leichter sein. Nicht werten, nur notieren. Dieser kleine Akt richtet Aufmerksamkeit auf Ressourcen statt auf Mängel. Viele berichten, dass Schultern sinken, sobald Worte gelandet sind. Legen Sie Stift und Zettel sichtbar aufs Kopfkissen, damit die Erinnerung ganz ohne App funktioniert und der Abend entschärft endet.
Legen Sie die Hände unter den Nabel, zählen Sie still beim Einatmen bis vier, beim Ausatmen rückwärts von fünf. Wenn der Kopf springt, beginnen Sie freundlich neu. Nicht kämpfen, nur begleiten. Nach einigen Runden verlängert sich der Ausatem oft von selbst, Puls sinkt, Wärme breitet sich aus. Dieses leise Ritual braucht keine Perfektion und schenkt doch erstaunlich verlässliche Schwere, die Schlafladungen willkommen heißt.