Zähle still vier beim Einatmen und sechs bis acht beim Ausatmen, ohne zu kämpfen. Das Herz folgt dem Rhythmus, beruhigt seine Schwingung, und der Geist hat weniger Anlass, zu springen. In jeder Haltung erinnert dich dieses leise Taktgefühl an die Erlaubnis, loszulassen und anzukommen.
Lege eine Hand auf den Bauch, die andere aufs Brustbein, und beobachte, wie sich zuerst der Bauch aufwölbt. Dieses Muster erzählt dem Nervensystem: Gefahr vorbei. Zwerchfellbewegung massiert Organe, lindert Druck im unteren Rücken und bereitet eine wohlig schwere Müdigkeit vor, die zu Bett ruft.
Abwechslung hilft, dranzubleiben. An manchen Abenden zählt ein Metronom deiner Gedanken, an anderen trägt dich ein leises Summen durch die Ausatmung, manchmal löst ein wohlklingender Seufzer letzten Widerstand. Erlaube dir spielerische Werkzeuge, bis du das Signal erkennst: Jetzt ist es ruhig genug.